Die Mobilitätswende ist ein Gewinnerthema

Die Veränderung der Mobilität für Klimaschutz und Lebensqualität war im vergangenen Jahr das beherrschende Thema der Branche. Nun hat der Shutdown infolge der Corona-Pandemie gezeigt, wie die Verkehrswende und -vermeidung wirken kann: weniger Stau, weniger Lärm, weniger Luftverschmutzung, weniger CO2-Emissionen und mehr Platz für Aufenthalt und aktive Mobilität. Die vergangenen Monate zeigen auch, wie durch entschlossenes Handeln von Politik und einer solidarischen Gesellschaft innerhalb kürzester Zeit enorme Veränderungen bewirkt werden können. Noch nicht absehbar ist, wie sich die Corona-Pandemie langfristig auf das Mobilitätsverhalten auswirken wird. Dennoch gilt es, die begonnene Verkehrswende – unter diesen veränderten Bedingungen – weiter voranzutreiben.

Experten schaffen die strukturellen Voraussetzungen für ein kommunales Mobilitätsmanagement

Kommunen, die die Mobilitätswende zum Zukunftsfaktor für ihre Entwicklung machen wollen, erhalten beim Zukunftsnetz Mobilität NRW die Unterstützung für eine erfolgreiche Umsetzung. Die Mobilitätswende in Stadt und Region voranzubringen, ist die vorrangige Aufgabe des Zukunftsnetz Mobilität NRW. Seit 2015 unterstützen die vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten regionalen Koordinierungsstellen die Städte, Gemeinden und Kreise. Mittlerweile gehören 222 Kommunen dem Netzwerk an. Die drei Koordinierungsstellen Rheinland, Rhein-Ruhr und Westfalen-Lippe vernetzen und organisieren den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedskommunen und gewährleisten einen kontinuierlichen Wissenstransfer zu den unterschiedlichen Handlungsfeldern des Mobilitätsmanagements. Sie stoßen Pilotprojekte an und beraten Verwaltungen bei der Etablierung einer Organisationsstruktur für ein kommunales, betriebliches oder zielgruppenspezifisches Mobilitätsmanagement. Die Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe konnte bereits viele Projekte erfolgreich umsetzen und betreut aktuell 105 Mitgliedskommunen im NWL-Gebiet.

Ganzheitliche Vernetzung für eine vernetzte Mobilität

Nach den ersten erfolgreichen Jahren wurde die ganzheitliche Vernetzung zu Beginn dieses Jahres ausgeweitet, um neue Impulse zu setzen und die Mobilitätswende vernetzter zu gestalten. Der NWL stärkt das Zukunftsnetz Mobilität NRW seit Januar mit der Eingliederung der Koordinierungsstelle Westfalen-Lippe in seine Strukturen als Abteilung des NWL. „Wir haben das Ziel, die Arbeit des Zukunftsnetzes Mobilität NRW mit unserem Hinwirkungsauftrag auf vernetzte Mobilität zu verknüpfen und Informations- und Entscheidungsstrukturen in Westfalen-Lippe zu optimieren“, so der NWL-Gesch.ftsführer Joachim Künzel. „Unser Anliegen ist es daher, in der aktuellen Lage mehr denn je die bewährten Strukturen des Zukunftsnetzes zu nutzen, sie zu stärken und die Mobilität um die akut anstehenden Themen zu erweitern und besser zu vernetzen.“ Der ÖPNV insgesamt ist das Rückgrat der Mobilität, kann aber nur im Verbund mit anderen nachhaltigen Verkehrsmitteln sein volles Potenzial ausspielen. Mobilstationen, Sharing-Systeme, attraktive Fuß- und Radwege sowie interessante Programme und Informationsangebote sind nur einige Aspekte. Die Ansiedlung der Koordinierungsstellen bei den NRW-Aufgabenträgern schafft Synergieeffekte und vermeidet Parallelstrukturen. Auf diese Weise werden die regionale Verankerung und der Übergang zu einem Mobilitätsverbund gestärkt.