Vertrieb

Das neue Vertriebskonzept des NWL ist vielfältig: Aktuell werden 114 stationäre Fahrscheinautomaten, 111 Fahrscheinentwerter, ein AboCenter, knapp 100 personenbediente Verkaufsstellen und drei Kundenhotlines von dem Vertriebsdienstleister DB Vertrieb GmbH im Verkehrsgebiet Westfalen-Lippe betrieben.

Besichtigung des neuen WestfalenTarif-Schalters im Bahnhof Hamm (v.l.n.r.): NWL-Geschäftsführer Joachim Künzel, Mitarbeiter DB-Vertrieb, stv. NWL-Tarifausschussvorsitzender Wolfgang Dieckmann, NWL-Tarifausschussvorsitzender Dr. Günter Fiedler

Die neuen KundenCenter und Verkaufsstellen, meist in Reisezentren bzw. -agenturen in den Bahnhofsgebäuden oder in Reisebüros in Innenstadtlagen integriert, sind im Design des WestfalenTarifs in Grün gestaltet, um damit für alle Fahrgäste deutlich erkennbar zu sein.

Seit Anfang März dieses Jahres wurden die bisherigen „roten“ DB-Automaten nach und nach gegen die neuen „blauen“ Fahrscheinautomaten, gestaltet im Design des WestfalenTarifs, ausgetauscht. Menüführung und Funktionen zum Fahrschein- kauf sind gleich geblieben. Der Kaufprozess selbst wurde aber vereinfacht, es gibt zusätzliche Zahlungsmöglichkeiten: Neben den altbewährten Möglichkeiten wie Barzahlung oder Zahlung per EC- oder Kreditkarte sind jetzt auch Zahlungen über die NFC-Funktion von Smartphones und Kreditkarten möglich. Zudem stellen die Automaten nun Fahrplanauskünfte in Echtzeit bereit – ein großer Mehrwert für den Fahrgast, der sofort über mögliche Verspätungen informiert ist. Verkauft werden Tickets für den Nahverkehr (Westfalen-Tarif und NRW-Tarif). Darüber hinaus sind an Standorten im Übergangsbereich zu Nachbar- verbünden jeweils Tarife von VRR, RMV, NVV und der Niedersachsentarif im Angebot. Die Tickets sind, abhängig von Tarif und Preisstufe, in allen Bussen, Bahnen und Stadtbahnen in Westfalen-Lippe und darüber hinaus gültig. An Automaten mit rotem Senkrechtstreifen im rechten Bereich sind auch Tickets für den Fernverkehr erhältlich.

Die großen KundenCenter in den Bahnhöfen Münster, Bielefeld, Hamm und Siegen sowie weitere Standorte mit mehr als einem Verkaufsschalter verfügen
seit 10.06.18 über eigene WestfalenTarif-Schalter. An nachfragestarken Tagen wie im Monatswechsel werden an diesen Standorten zusätzlich sogenannte „Express-Schalter“ eingerichtet, die einen schnelleren Ticketkauf ohne Beratungs- oder große Wartezeiten sicherstellen.

Vom neuen Konzept und der Leistungsfähigkeit des Vertriebsdienstleisters konnten sich die Mitglieder des NWL-Tarifausschusses im Juni dieses Jahres persönlich ein Bild machen: Sie besuchten den Bahnhof Hamm, in dem u. a. sieben neue Automaten aufgestellt wurden. Das Reisezentrum, im neuen Gewand des WestfalenTarifs gestaltet, verfügt jetzt über einen Verkaufsschalter exklusiv für den Nahverkehr. Ende dieses Jahres steht noch eine weitere Veränderung an: Etwa 30 Automaten in Westfalen-Lippe werden eine für den Nahverkehr neue, spezielle Funktion bereithalten: Per Knopfdruck können sich Kunden – live per Kamera und Mikrofon – mit einem Reiseberater verbinden, der, so wie im KundenCenter, über Tickets und Reisemöglichkeiten informiert oder die Kunden live durch die Menüführung des Automaten zum richtigen Ticket leitet.

Die Live-Videoberatung wird ab Dezember realisiert. Der „PersönlicheInformations-Assistent“ (kurz: PIA) soll u.a. an Standorten zum Einsatz kommen, an denen die Nachfrage hoch ist, es aber keinen Fahrkartenschalter gibt. Gleichzeitig ist PIA ein Zusatzangebot an ausgewählten Bahnhöfen oder der Reiseberater für Standorte im ländlichen Raum. Mit den 30 PIA-Standorten verfügt Westfalen-Lippe ab Dezember über das dichteste Videoberatungs-Netz bundesweit.

Neuer Fahrscheinautomat im Design des WestfalenTarifs