Personal

Eine der größten Herausforderungen, vor der die Bahnbranche in den kommenden Jahren steht, ist der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel. 40 Prozent der heute in den Verkehrsunternehmen Beschäftigten gehen bis zum Jahr 2027 in den Ruhestand. Am gravierendsten ist die Situation in der Berufsgruppe der Lokführer: Hier ist die Fluktuation besonders hoch und es gibt zu wenig Nachwuchskräfte. Die Folgen sind Zugausfälle im ganzen Bundesland.

Die Bemühungen, qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig zu binden, rücken daher zunehmend in den Fokus der Verkehrsunternehmen: Bis zum Jahr 2020 planen die deutschen Nahverkehrsunternehmen rund 30.000 Neueinstellungen, so das zentrale Ergebnis des Gutachtens „Arbeitsmarkt Öffentlicher Verkehrsunternehmen“ (VDV).

Die sieben Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW sind sich einig, dass die Branche das Problem Personalmangel nur gemeinsam lösen kann. Bereits vor einem Jahr haben sich Abellio Rail NRW, DB Regio NRW, eurobahn, National Express, NordWestBahn, Regiobahn und WestfalenBahn im Rahmen
der Initiative „Agenda Bahnen NRW“ zusammengeschlossen, um das Mobilitätsangebot des Landes zu stärken und ein zuverlässiges, flächendeckendes System zu schaffen. Vor dem Hintergrund des Lokführermangels starten sie nun gemeinsam eine landesweite Employer-Branding-Kampagne. Ziel ist es, das Image der Bahnen als Arbeitgeber positiv aufzuwerten, mehr Leute für die Branche zu begeistern und somit das Recruiting zu unterstützen. Die Kampagne, die im Herbst starten soll, hat vor allem berufserfahrene Facharbeiter und Quereinsteiger im Blick.

Die Vorteile und Perspektiven der Branche als Arbeitsmarkt werden weithin unterschätzt, denn die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen (Stichworte: Mobilitätsentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit, Suche nach Stabilität u. a.) sprechen im Grunde für die Verkehrsbranche, ihre Modernität, ihre Attraktivität, ihre Berufe und ihre Werte. Diese Stärken der Branche gilt es im Rahmen der Kampagne nach außen zu tragen und zu kommunizieren.

Umschulung von Quereinsteigern

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW bilden
derzeit verstärkt Quereinsteiger zum Triebfahrzeugführer oder Kundenbetreuer aus. Eine Umschulung ist auch im höheren Alter möglich. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung – als Kundenbetreuer vorzugsweise im Servicebereich; als Lokführer vorzugsweise im gewerblich-technischen Bereich. Wer die Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, profitiert von den vielen Vorteilen, 
die die Bahnbranche zu bieten hat. Dazu gehören ein langfristig sicherer Arbeitsplatz, attraktive Konditionen,
ein heimatnaher Einsatz sowie individuelle Weiterbildungen mit vielfältigen Qualifikationsmöglichkeiten.

Alle freien Stellen und Angebote für Quereinsteiger der sieben Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW gibt es auf den jeweiligen Karriereseiten: