Infrastruktur

Seit 2008 fördert der NWL kommunale Maßnahmen in Westfalen-Lippe nach § 12 ÖPNVG und § 13 ÖPNVG. Der NWL ist Bewilligungsbehörde für die hierüber zu finanzierenden Projekte im Auftrag des Landes NRW.

Verknüpfungspunkt Münster-Roxel
"Bahnhof des Jahres 2016", Bahnhof Steinheim

Die zehnjährige Infrastrukturförderung für die Region Westfalen-Lippe erweist sich als Erfolgsmodell. In diesem Zeitraum wurden insgesamt
§ 12 ÖPNVG-Mittel in Höhe von über 200 Mio. € für Investitionen im Nahverkehrsbereich der Kommunen zur Verfügung gestellt bzw. verausgabt. Durch den barrierefreien Ausbau von Haltestellen, zeitgemäßen zentralen Omnibusbahnhöfen (ZOB), ausreichend dimensionierten P&R Anlagen und B&R Anlagen konnte eine umfassende Nutzungsverbesserung für die Fahrgäste in vielen Bereichen des Nahverkehrs entstehen. Der NWL wird diesen

Weg weiter beschreiten, um gemeinsam mit den Kommunen die Ziele eines attraktiven Nahverkehrs weiter auszugestalten und zu intensivieren. Der NWL ist immer offen für innovative Techniken, wie die Umsetzung z.B. des ZOB in Detmold (Auszeichnung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in 2015) zeigt. Auch zukünftig sollen durch Innovation und Kreativität weitere Projekte in Westfalen-Lippe zielführend und mobilitätsgerecht umgesetzt werden. Für die Beratung und Unterstützung der Kommunen in Förderfragen stehen die Mitarbeiter des NWL weiterhin gerne zur Verfügung.

Gemeinsam möchte der NWL auch künftig die vielfältige Verknüpfung von Mobilitätsformen fördern, wie es ausgezeichnet anhand des Verknüpfungspunktes Münster-Roxel zu sehen ist.

Im Bereich der SPNV-Förderung nach § 13 ÖPNVG NRW steht die Bilanz der letzten Jahre nicht hinter dem positiven Ergebnis des ÖPNV zurück. Äußerst positiv ist die Entwicklung der fertig gestellten bzw. in der Umsetzung befindlichen 67 Projekte (hiervon 53 fertig gestellt) im NWL. Weitere 30 Projekte befinden sich in der Entwurfsplanung bzw. in der Genehmigungsplanung. Die Bauaktivitäten werden in den nächsten Jahren fortgeführt, um eine stetige Verbesserung der Nahverkehrsbereiche zu erzielen. Hierdurch ist für die Fahrgäste auch in Verbindung mit der Optimierung und Umsetzung der kommunalen Maßnahmen eine deutliche Steigerung der Aufenthaltsqualität an den Verkehrsstationen entstanden. So auch nach dem Umbau der Verkehrsstation Steinheim. Die Deutsche Bahn (DB)

konnte die Auszeichnung des Bahnhofes Steinheim als „Bahnhof des Jahres 2016“, dem 1. Bahnhof mit dieser Auszeichnung in NRW, entgegennehmen. Hier wurden Förderungen verschiedener Teilprojekte als Gesamtpaket gebündelt, kooperativ geplant und gemeinsam umgesetzt. In Verbindung mit den Maßnahmen vor Ort bei der Umgestaltung des ehemaligen Empfangsgebäudes konnten die Projekte zu einem zwischenzeitlich „ausgezeichneten“ Gesamtprojekt im NWL umgesetzt werden.

Auch künftig möchte der NWL den Weg der gemeinsamen Zielsetzung mit den Kommunen weiter beschreiten, um eine dem Bedarf entsprechende Infrastruktur im Nahverkehr zu erzielen. In der bisherigen Umsetzung wurden hierfür bereits aus verschiedenen Fördertöpfen über 110 Mio. € des Landes NRW und des NWL gewährt. Zu dieser Summe sind weitere Mittel seitens des Bundes bzw. der DB in die Projekte eingeflossen.

Allein für die Maßnahmen des RRX werden in den nächsten Jahren über 100 Mio. € (Finanzierung Land NRW und NWL) zusätzlich investiert werden. Auch zukünftige Projektumsetzungen werden ins- besondere in den nächsten Jahren u. a. im größeren Umfang auf dem RRX-Außenast Dortmund–Hamm–Minden erfolgen.

Um Schönes zu schaffen, mussten bzw. müssen zuvor jedoch auch die leider unvermeidbaren Unannehmlichkeiten wie Umleitungen/Verspätungen und die Baustellensituationen durch die Fahrgäste mit begleitet werden. In der baulichen Umsetzung der Projekte hoffen wir auch in Zukunft auf die Akzeptanz und Toleranz der Fahrgäste, da wir die Verbesserung zur mobilitätsgerechten Nutzung der Verkehrsstation allen Kunden anbieten möchten. Die Umsetzung von über weiteren 30 Projekten in den nächsten 2–4 Jahren in verschiedenen Finanzierungsprogrammen ist in Planung. Durch mögliche Sonderprogramme könnten zusätzliche Maßnahmenumsetzungen hinzukommen. Der NWL wird

in der Zukunftsausrichtung weitere sich bietende Chancen nutzen, um eine möglichst umfassende Barrierefreiheit im Nahverkehr mitzugestalten und umzusetzen. Im Zuge dessen stellt das Land NRW seit 2017 für die Herstellung der Barrierefreiheit zusätzliche Gelder über die § 13 ÖPNVG NRW- Förderung zur Verfügung.

Durch die umfangreiche Mittelbereitstellung 
durch das Land Nordrhein-Westfalen in den letzten 10 Jahren konnten die vielen Projekte in Westfalen-Lippe erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen werden. Herzlichen Dank!