Rückblick

Gemeinsam treiben das Land NRW und die NRW-Aufgabenträger den Fortschritt innovativer und zukunftsfähiger Mobilität voran

Das Land fördert den NWL mit 783.000 Euro für den Aufbau einer Westfälischen Mobilitätsplattform (WMP). Die neue Plattform bündelt verschiedene Mobilitätsdaten aus der gesamten Region des NWL und macht es so leichter, Informationen, unter anderem zu On-Demand-Angeboten oder Fahrradabstellanlagen, abzurufen.

Abb.: Logisches Aufbaukonzept WMP für Förderantrag MaaS

Fahrgäste können sich so einen besseren Überblick über die Service-Angebote im ÖPNV der Region verschaffen. NWL-Geschäftsführer Joachim Künzel: "Digitalisierung ist ein wichtiger Teil der Mobilitätswende: Sie macht Fahrgästen den Einstieg in den klimaschonenden Nahverkehr einfach. Dazu gehört aber mehr als nur die Nutzung von Bus und Bahn. Mit On-Demand-Shuttles, Carsharing, Leihrädern oder E-Scootern gibt es immer mehr ergänzende Möglichkeiten, Wege ohne das eigene Auto zurückzulegen.“ Der NWL entwickelt die Westfälische Mobilitätsplattform, die multimodale Mobilitätsdaten zur Verfügung stellt und von der künftig alle angeschlossenen Partner Daten beziehen können, um Fahrgästen umfassende Auskünfte in Echtzeit zu bieten. Die WMP gewährleistet damit innerhalb von „Mobility-as-a-Service“ (MaaS) die Datenbündelung in NRW.

Förderwettbewerb Mobility-as-a-Service

Einfach eine Zugverbindung mit dem Smartphone suchen, buchen und zahlen, am Bahnhof eine Radbox per Handy freischalten und am Zielort einen E-Scooter für die letzte Meile nutzen: Um die Entwicklung von „Mobility-as-a-Service“ und entsprechende plattformübergreifende, eng vernetzte Mobilitätsprojekte voranzutreiben, hat das Verkehrsministerium 2021 einen Zehn-Millionen-Euro-Förderwettbewerb ins Leben gerufen. Der MaaS-Wettbewerb ist ein Baustein der ÖPNV-Offensive und ein weiterer Schritt hin zu einer vernetzten Mobilitätslandschaft in Nordrhein-Westfalen. Gefördert werden IT-Anwendungen zu Echtzeit-Verkehrsinformationen und ÖPNV-Auslastung, die beispielsweise an vorhandene Systeme der Fahrgastinformation in Nordrhein-Westfalen angebunden werden können. Verkehrsträgerübergreifende Daten und Dienste, die bisher zum Teil nur über Einzel-Apps buchbar waren, sollen über den MaaS-Ansatz und die Vernetzung der dahinterliegenden Systeme möglichst landesweit in Apps abrufbar werden.

Perspektiven von Eezy.nrw – landesweiter eTarif

Ein erster Schritt ist die App mobil.nrw, die die NRW-Aufgabenträger für den neuen eTarif aufgerüstet haben. Mit der Einbindung eines Check-In / Be-Out-Systems (CiBo) in die App ist die Nutzung von eezy.nrw erst möglich. Ende vergangenen Jahres ist in Nordrhein-Westfalen flächendeckend der neue eTarif eezy.nrw eingeführt worden: Damit gibt es erstmalig einen verbundübergreifenden elektronischen Tarif für Bus und Bahn, bei dem Fahrten nur per App gebucht und per Luftlinienkilometer abgerechnet werden. Tarifgrenzen spielen keine Rolle mehr. „Tippen, einsteigen, losfahren, fertig! Bus- und Bahnfahren ist mit eezy.nrw auf dem Smartphone genauso einfach wie es klingt“, so Verkehrsministerin Ina Brandes. Mit eezy.nrw gehört die Suche nach dem passenden Tarif im Internet oder am Fahrkartenautomaten der Vergangenheit an: Wer den eTarif bucht, muss nur unmittelbar vor dem Einstieg in Bus und Bahn auf dem Smartphone die mobil.nrw-App öffnen und dort auf einen „Check In“-Button tippen. Unterwegs wird ein QR-Code dem Bildschirm für die Ticketkontrolle angezeigt. Bei der Ankunft am Ziel checken Fahrgäste einfach per Fingertipp wieder aus der App aus. Fertig! Abgerechnet wird nach dem finalen Halt per App. Der eTarif eezy.nrw ist ein zusätzlicher Beitrag zur Gestaltung einer umweltfreundlichen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilität für die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mit eezy.nrw werden Hürden für die Nutzung des ÖPNV abgebaut. Da die Digitalisierung eines der Top-Themen des NWL ist, sind bereits nächste Schritte angedacht. Im Rahmen des Konzepts der westfälischen Mobilitätsplattform bieten sich weitere Verknüpfungen für vernetzte Mobilität mit Angeboten wie Car-Sharing, Buchung von Radboxen und vielen weiteren Verkehrsmitteln.